Wohnmobilreisen - Tipps zu Neuseeland

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Wohnmobil-Reiseberichte und Tipps zu Neuseeland

Reisezeit

Wenn es in Deutschland eisig kalt ist und schneit, ist genau der richtige Zeitpunkt, um nach Neuseeland zu reisen. Dort ist dann gerade Sommer und die wärmste Zeit des Jahres. Besonders zwischen Dezember und März können Sie einen schönen Badeurlaub planen.

Doch auch die neuseeländischen Winter zwischen Juni und August sind, gerade auf der Nordinsel Neuseelands, gemäßigt und deswegen die richtige Reisezeit für diejenigen, die es lieber etwas kühler haben. Pluspunkt für die Südinsel: Im Winter regnet es dort kaum. So haben Sie viele Gelegenheiten, Berge und Gletscher zu erklimmen und die Küsten bei Spaziergängen zu genießen. Auf den höchsten Gipfeln der südlichen Alpen liegt außerdem das ganze Jahr über Schnee – perfekt für begeisterte Wintersportler.

Einreise-Visa

Deutschland hat ein Visa-Waiver-Abkommen mit Neuseeland. Sie brauchen also kein Visum, wenn Sie einen deutschen Reisepass besitzen und nicht länger als drei Monate in Neuseeland bleiben.

Trotzdem müssen Sie folgendes beachten: Ihr Reisepass muss mindestens drei Monate über Ihren Abreisetag hinaus gültig sein. Außerdem müssen Sie nachweisen (beispielsweise mit einem Kontoauszug), dass Sie genug Geld für den Aufenthalt in Neuseeland haben (ca. 565 Euro (1000 NZD) pro Person und Monat). Des Weiteren müssen Sie Ihre Flugtickets für die Rückreise vorlegen.

Wenn Sie länger als drei Monate bleiben möchten, müssen Sie ein Besuchervisum (Visitor Visa) beantragen. Sie können sich dazu an eine neuseeländische Botschaft wenden oder das Formular auf der Internetseite des „New Zealand Immigration Service“ herunterladen.

Sprache

In Neuseeland gibt es drei Amtssprachen: Englisch, Te Reo Maori, die Sprache der neuseeländischen Ureinwohner Maori, und die Neuseeländische Gebärdensprache.

Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Englisch. Zum Teil wurden Wörter aus der Sprache der Maori in das neuseeländische Englisch übernommen. Die Sprache Maori sprechen nur noch sehr wenige Menschen in Neuseeland. Allerdings wird sie vermehrt an Schulen unterrichtet, um sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Da in Neuseeland zahlreiche Kulturen aufeinander treffen und die Insel ein zentraler Punkt Polynesiens ist, werden hier noch zahlreiche andere Sprachen wie Chinesisch, Hindi, Samoisch und Französisch gesprochen.

Klima

Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel. Das bedeutet, dass dort Sommer ist, wenn in Deutschland der Winter herrscht und anders herum. Auf der Nordinsel Neuseelands ist es im Schnitt 5 bis 10 Grad wärmer als auf der Südinsel. Im Norden der Nordinsel finden sich sogar Gebiete mit subtropischem Klima, sodass die Winter sind dort sehr mild sind.

Auf der Südinsel ist das Klima gemäßigt. Generell regnet es hier das ganze Jahr über ziemlich häufig, vor allem im Fjordland und an der rauen Westküste. Es gibt allerdings auch viele Regionen, in denen mediterranes Klima herrscht, ideal beispielsweise für den Weinbau. Im Gegensatz dazu liegt auf vielen Gipfeln der südlichen Alpen das ganze Jahr über Schnee. Außerdem bestehen dort einige Gletscher.

Straßenverhältnisse

Die Straßenverhältnisse in Neuseeland sind generell gut. Alle Touristenrouten sind geteert und auch in kleinen Orten sind die Wege beschildert. Generell ist das Befahren von nicht befestigten Straßen mit einem Wohnmobil verboten.

Die Straßen führen Sie allerdings oft durch noch ziemlich wilde Natur. Dort müssen Sie jederzeit damit rechnen, dass ein Tier auf die Fahrbahn laufen kann. Beachten Sie zu Ihrer Sicherheit also unbedingt das Tempolimit und achten Sie auf den Straßenrand. Außerdem sind die Straßen schmaler und kurviger als in Deutschland, da es oft durch Gebirge geht.

Die meisten Vermieter verbieten ihren Kunden, auf bestimmten unbefestigten Straßen zu fahren. Diese werden explizit im Mietvertrag, den Sie vor Ort unterschreiben, genannt. Sollten Sie trotzdem auf diesen Straßen fahren, sind Sie währenddessen nicht versichert.  Einige dieser Straßen sind:

Nordinsel:

  • Ninety Mile Beach / Northland
  • Nördlich der Gemeinde Colville / Coromandel Peninsula

Südinsel:

  • Skippers Canyon Road /Queenstown
  • Ball Hutt Road / Mount Cook

Beide Inseln:

  • alle Straßen, die von der Polizei oder anderen Behörden gesperrt sind

Fährüberfahrten

Zwischen der Nord- und der Südinsel von Neuseeland liegt die Meerenge Cook Strait, die Sie mit der Fähre überqueren müssen. Die beiden Hafenstädte, in denen Sie ablegen bzw. ankommen, sind Wellington auf der Nord- und Picton auf der Südinsel. Ihr Wohnmobil können Sie bei der Überfahrt mitnehmen, das Fahrzeug ist auch an Bord der Fähre versichert. Eine Überfahrt dauert zwischen 2 ¼ und 3 Stunden und ist z.B. mit der Fährgesellschaft Interislander möglich. Der Transport auf dem Seeweg kostet pro Erwachsenem ca. 40 Euro (65-75 NZD), pro Kind (2 bis 17 Jahre) mindestens ca. 18 Euro (33 NZD) und pro Wohnmobil ab ca. 140 Euro (248 NZD) bis ca. 280 Euro (488 NZD, je nach Größe). Einige Wohnmobil-Vermieter übernehmen im Rahmen von Specials die Transportkosten Ihres Fahrzeugs.

Verkehrsregeln

Linksverkehr:
In Neuseeland herrscht Linksverkehr. Entsprechend sitzt auch der Fahrer auf der rechten Seite im Auto, die Schaltung befindet sich auf seiner linken Seite. Wer sich unsicher fühlt, bucht lieber ein Fahrzeug mit Automatik.

Vorfahrtsregeln:
Trotz des Linksverkehrs gilt in Neuseeland die Rechts-vor-Links-Regel. Bei nicht beschilderten Kreuzungen hat immer das Fahrzeug Vorfahrt, dass von rechts kommt.
Vorsicht: Wenn Sie links abbiegen wollen, hat gegebenenfalls der Autofahrer, der Ihnen entgegen kommt (also Rechtsabbieger) und in dieselbe Straße abbiegen möchte, Vorfahrt, obwohl er den längeren Weg zurücklegen muss.
Außerdem herrscht in Neuseeland Anschnallpflicht beim Autofahren und Helmpflicht für Zweiradfahrer. Das betrifft auch Fahrräder.

Tempolimit:
In Städten gilt ein Tempolimit von 50 km/h, wenn Sie das gelbe Schild für eine Schule mit der Aufschrift „SCHOOL“ sehen, dürfen Sie höchstens 20 km/h fahren. Dasselbe gilt, wenn Sie ein Warnschild für einen Unfall mit der Aufschrift „ACCIDENT“ sehen.
Auf Landstraßen gilt ein Limit von 100 km/h. Auch wenn Sie das Schild sehen, dass in Deutschland das Tempolimit aufhebt, dürfen Sie hier nicht schneller als 100 km/h fahren.
Wenn Sie ein Schild mit der Aufschrift „LSZ“ sehen („Limited Speed Zone“), dürfen Sie bei schlechten Wetterbedingungen hier nur 50 km/h fahren.

Spritpreise

Die Spritpreise sind in Neuseeland deutlich niedriger als in Deutschland. Momentan liegen sie bei etwa 1,05 Euro (1,85 NZD) pro Liter für Normalbenzin und ca. 1,09 Euro (1,92 NZD) pro Liter für Super. Der Dieselpreis liegt bei ca. 0,70 Euro (1,25 NZD) pro Liter.

Gefährliche Tiere

In Neuseeland gibt keine gefährlichen Tiere – mit einer Ausnahme: Es lebt dort eine einzige giftige Spinnenart: die Katipo. Sie gehört zur Familie der Schwarzen Witwe und ist an ihrem glänzenden schwarzen Körper mit dem roten Punkt auf dem Rücken zu erkennen. Sie lebt vor allem in warmen Dünenlandschaften an der Küste und ist überhaupt nicht angriffslustig. Sollte man doch einmal von der Spinne gebissen werden, besteht kein Grund zur Panik. Allerdings wird es unangenehm: Der Biss löst Gänsehaut und Schmerzen rund um die Wunde aus und kann zu Kopfschmerzen, Fieber und Muskelkrämpfen führen. Das dauert bis zu 24 Stunden an, ein Arzt kann Ihnen aber mit einem Gegengift helfen, die Beschwerden zu lindern.

Feiertage

Feiertage sind in Neuseeland an folgenden Tagen:

  • 1. und 2. Januar*
  • 6. Februar: Waitangi Tag
  • Karfreitag
  • Ostermontag
  • 25. April: ANZAC Day
  • 1. Montag im Juni: Queen’s Birthday
  • 4. Montag im Oktober: Labour Day
  • 25. Dezember: 1. Weihnachtstag*
  • 26. Dezember: 2. Weihnachtstag (Boxing Day)*

* Hier gilt das Prinzip des „Mondayising“: Wenn der Feiertag auf ein Wochenende fällt, an dem der Angestellte nicht arbeitet, dann hat er außerdem den folgenden Montag auch noch frei.